Die Naturmatratze Wenden kann mit einer 6 cm Schicht Hanfstroh bestellt werden. Dieser Hanf wächst auf einem kleinen Hof bei Kuldiga auf, wo die Verwaltung von der SIA OEBIS ist, die die Matratzen baut. Der Hanf wird nicht mit Kunstdünger oder chemischen Mitteln behandelt. Wir werden hier Fotos der aktuellen Phasen des Wachstums der Hanfsaat zeigen und ggf. etwas kommentieren.
Dieses erste Foto vom Hanf (links) ist am 19.Mai gemacht, als die Aussaat 10 Tage alt war. Die ersten Tage hat ein Vlies geschützt, dadurch kühlte der Boden in der Nacht nicht so stark aus. Ferner ist durch den Vlies der Feuchtigkeitshaushalt besser. Man sieht deutlich, wie viel andere Pflanzen sich gegen den Hanf behaupten wollen. Dort wo der Hanf wächst, war Ende April noch Grasland, welches seit Jahren nicht mehr genutzt wurde. Es wurde gepflügt, gefräst und gerade geharkt. Dann wurde mit etwas Verzögerung der Hanf gesät. Das Foto rechts wurde nach 20 Tagen aufgenommen. Die Pflanzen sind nun etwa doppelt so groß und haben deutlich mehr Blatt. Leider war das Wetter nicht ideal erst trocken und dann wieder recht kühl. Die Pflanzen stehen teilweise zu eng. Das behindert das Wachstum. Da es für Wenden nicht um Zucht, Samenerzeugung oder bestmögliche Ausbeute geht, ist das in Ordnung.
Nach 30 Tagen (08.06.11) sieht der Hanf schon wie Hanf aus. Das Bild wurde bei Sonneneinstrahlung gemacht. Leider hat in den letzten 2 Wochen Sonne zu viel gegeben und nicht geregnet. Heute am frühen Morgen hat es etwas Wasser von oben gegeben. Die Pflanzen sind im Schnitt etwa 20 cm groß und beherrschen weitgehend alle anderen Pflanzen.
Weil die Nachfrage gut ist und uns von einem Händler dringend angeraten wurde, ist eine weitere Fläche für Hanf vorgesehen. Die wurde nun am Nachmittag des 8. Juni ausgesät. Dieser Termin war ideal. Nachdem der Samen im Boden lag, schien etwa zwei Tage die Sonne und dann hat es am 10. Juni viel geregnet. Der neue Hanf ist gut angegangen und gewachsen.
Der Hanf ist bis zum 18. Juni gut weiter gekommen und nun 40-45 cm groß. Es gibt Bereiche, die sehr klein geblieben sind und andere die größer sind. Es ist eben kein gleichmäßiger Boden, wo die Pflanzen wachsen. Auch zwischen den großen Pflanzen stehen kleine, die unterdrückt werden, wie andere Pflanzen. Am 24. Juni hat der Hanf schon wieder einige Zentimeter gut gemacht. Das Aussehen hat er jedoch nicht groß verändert. Einzig ein Kraut, was gelb wie Raps blüht, ragt an einigen Stellen aus dem Hanf heraus. Am 1.Juli ist der Hanf bis zu einem Meter hoch und wächst weiter stark Die Pflanzen in der Mitte sind die höchsten und zum Rand hin werden sie kürzer. Der neue Hanf ist bereits etwa 10 cm (7.07. bis 20 cm) hoch und bedeckt stellenweise den Boden. Hier hat der Hanf bessere Voraussetzungen Es wurde zwar auch eine Fläche kultiviert, der Hanf aber am selben Tage ausgesät und schon wenige Tage später ist er gekeimt. Gräser und andere Pflanzen die bereits mit Wurzeln in der Erde lagen mussten sich auch erste neu "orientieren". Bei der ersten Aussaat, die hier mit Bildern dokumentiert wird, hat der Boden länger nach dem Fräsen gelegen und Gras und anderes konnte sich schon entwickeln und hatte mehr Vorsprung, was deutlich am ersten Foto zu sehen ist. Wilder Hanf, der auf Aparnieki wächst, ist Anfang Juli in Blüte gegangen, während der gesäte Hanf fast ebenso lang ist, sind noch keine Ansätze zur Blüte zu erkennen. Beim wilden blühen auch kleine Pflanzen. Wenn es klappt, soll im Herbst bereits eine Fläche mit Hanf gesät werden, um zu testen, wie gut sich dieser im kommenden Jahr entwickelt. Ein interessantes Foto ergab ein Heißluftballon der am 9.07. über den Hanf flog. Die Pflanzen sind nun über 1 Meter groß und wachsen weiter, welche Pflanzen weiblich und welche männlich ist, ist aber noch nicht zu erkennen. Vom Aussehen hast sich der Hanf bis zum 30.08. nicht verändert. Er ist nicht angefangen zu blühen. Sollte das nicht bis Ende September erfolgen, wird der Hanf wohl so geerntet. Die erste Saat ist etwa 2 Meter lang und die neue ist etwa 1 Meter lang. Anfang Oktober wurde 2,2-2,5 Meter langer Hanf geerntet und zum Trocknen luftig eingelagert. Der andere, jüngere Hanf ist bis zu 1,5 Meter lang und gerade in der Blüte oder verblüht. Dieser wird bei der Ernte Mitte bis Ende Oktober bis zu 2 Meter lang sein. Die Ernte hängt auch mit der Trocknungszeit der ersten Ernte und dem Platz zusammen. Der Hanf muss nach dem Trocknen noch bearbeitet werden, bevor er in Matratzen eingebaut werden kann. Die Menge wird wahrscheinlich für 5-10 reine Hanfmatratzen (10 - 20 Rohlinge) reichen. Es ist schlecht zu Schätzen, da keine Erfahrungswerte vorliegen. Die Ernte des zweiten Hanffeldes ist dann anders verlaufen. Hier blieb der Hanf einige Zeit liegen und er wird der Tauröste ausgesetzt. Dieses Verfahren ist neben der Wasserröste und der chemischen Röste, dass heute übliche Verfahren, um späte die Faser einfacher aus dem Stiel zu lösen. Für Matracis heiß dass, der Hanf leistet beim Einfüllen in den Rohling nicht so viel Widerstand leistet. Ende November wird es kälter, dann soll die 2.Ernte auch unter Dach trocknen, um dann später, nach weiterer Optimierung in einer Matratze eingebaut zu werden.
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